Eltern stehen in der Medienkompetenzdebatte stark im Fokus, denn sie sollen "hinschauen", wie es die seit 2003 bestehende Initiative des Bundesfamilienminsteriums "Schau hin!" fordert, und ihre Kinder bei der Mediennutzung begleiten.
Aber wie erzieht man Kinder bei einem Thema, bei dem man selbst froh ist, wenn man einigermaßen den Überblick behält? Medien
entwickeln sich rasant und sind für Kinder höchst spannend. Dennoch gibt es einige Grundregeln und Informationen, die man Familien mit auf den Weg geben kann, um die Medienbildung auf sichere
Füße zu stellen. Ohne, dass es permanent zum Familienstreit kommt oder ein Dauerkampf um mehr oder weniger Technologienutzung entsteht.
Bevor ein Kind sich selbstständig im Verkehr bewegt, muss es wichtige Grundregeln beherrschen. Was bedeutet eine rote Ampel? Ist ein Auto gefährlich? Wie überquere ich eine Kreuzung zu Fuß oder per Fahrrad? Niemand würde sein Kind ohne Regeln auf die Straße lassen.
Genauso verhält es sich mit dem Internet. Hier kann ein Kind alles erleben, was es in der Welt gibt. Also auch nicht-jugendfreie Inhalte, Gewalt, Horror, Mord oder sexuelle Inhalte. Wer sein Kind ohne Training oder Grundregeln ins Internet lässt, riskiert eher weniger, dass es durch einen Unfall stirbt wie im Verkehr. Obwohl auch das passieren kann, falls gefährliche Selfies erstellt werden sollen. Er oder sie riskiert aber auch, dass das eigene Kind betrogen, beleidigt, erpresst, misshandelt, politisch indoktriniert, von Freunden und Familie entfremdet oder eben entführt und ermordet wird. Oder dass es dazu gebracht wird, sich selbst umzubringen. All dies ist Kindern inzwischen in allen Altersstufen und in vielfacher Weise auf der Welt geschehen.
Gleichzeitig ist ein Handy ein Alltagsgegenstand geworden, der aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Natürlich ermöglicht das Handy heute auch die Kontaktaufnahme zu Familie oder Freundinnen und Freunden, Lernmöglichkeiten, Terminabstimmungen oder das Herausfinden von Sportergebnissen, spannenden Veranstaltungen im eigenen Umfeld oder Busverbindungen. Und natürlich kann man über Handy und Internet Games spielen und shoppen.
Deshalb braucht es Medienkompetenz, um mit all den Herausforderungen im Internet komptent, bewusst und altersgemäß umgehen zu können.
Kontaktieren Sie mich daher gerne, wenn Sie ein Einzeltraining für Ihr Kind buchen wollen, bevor es das Handy geschenkt bekommt. Oder auch, wenn es bereits ein Handy besitzt. Ich halte dann ein altersgemäßes Training ab, das wir gerne im Vorfeld auf Ihre individuelle Situation abstimmen können.
Sollten Sie das Gefühl haben, dass in Ihrer Familie das Thema Freizeitgestaltung aus dem Ruder läuft und Ihr Kind seine Mediennutzung übertreibt oder nicht mehr im Griff hat, können Sie mich gerne kontaktieren. Ich habe schon mehrere Eltern beraten und konnte Konflikte auflösen.
Wenn das reale Leben vernachlässigt wird, wenn Freundschaften beendet oder die Noten schlechter werden, muss gehandelt werden. Oft ist zu diesem Zeitpunkt die Kommunikation zwischen Eltern und Kind bereits gestört. Hier setze ich an, um das gegenseitige Verständnis und ein nicht mehr vorhandenes Gleichgewicht wiederherzustellen. In der Folge ergeben sich schnell Handlungsoptionen für eine Verbesserung der Lage.
Das Erstgespräch zur Beleuchtung der aktuellen Situation ist kostenlos. Schreiben Sie mir einfach eine Mail.
Medienkompetenz heißt Medien verstehen: Die mediale Revolution geht uns alle an
Dauer: 2 Stunden
Die Welt basiert immer stärker auf digitaler Technik, die sich schnell weiter entwickelt und die sowohl unser Kommunikationsverhalten als auch unsere Mediennutzung gravierend verändern. Dies führt zu unzähligen juristischen Fragen, die zudem massiv unsere Bürgerrechte infrage stellen.
Um heutzutage medienkompetent zu sein genügt es daher nicht, Schulklassen mit Laptops auszustatten oder Eltern zu raten, die Medienzeit ihrer Kinder zu begrenzen. Wer Kinder wirklich in dieser Big-Data-Welt begleiten, führen und schützen will, muss sich umfassender mit dem Thema beschäftigen.
Da jeden Tag neue und noch nie da gewesene Probleme und Herausforderungen im Umgang mit Medien auftauchen, ist darüber hinaus auch Zeit für den Erfahrungsaustausch der Teilnehmer vorgesehen.
Cybermobbing: Altes Phänomen auf globaler Technik
Dauer: je nach Bedarf
30 - 60 Minuten
Der Ernst des Lebens. Nicht von ungefähr betitelt man so seit jeher den Beginn der Schulzeit. Nach der unbeschwerten Phase der Kindheit bringt die erste Stufe des Erwachsenenlebens zahlreiche Pflichten mit sich: Regeln und einen festen Tagesrhytmus, die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen auf engem Raum, die notwendige Akzeptanz von Autoritäten und vor allem: das Lernen.
Nicht jeder kommt damit gleich gut klar und Agressionen entstehen. Das war schon immer so. Schulhofprügeleien, gemeines Hinterherrufen, geklaute Brote oder erpresstes Taschengeld - viele Menschen haben Erinnerungen dieser Art, wenn es um die eigene Schulzeit geht.
Heute passiert das Ganze jedoch nicht mehr im Geheimen, in einer dunklen Ecke des Schulhofs oder auf dem Schulweg, sondern medial und für jeden einsehbar. Jetzt kann man nicht mehr sagen, dass man sich das blaue Auge bei einem Sturz geholt hat, denn jetzt kriegt JEDER mit, dass man gemobbt wird und es nicht schafft, sich zu wehren. Das neue Phänomen verlangt nach neuen Antworten.
Games: Alter Hut oder neues Risiko für Kids?
Dauer: 40 Minuten
(mit Diskussion bis zu 90 Min.)
Computerspiele sind eine immer beliebtere Freizeitbeschäftigung. Auch wenn viele Eltern selbst schon als Jugendliche gedaddelt haben, sind die heutigen Spiele nicht mehr mit den damaligen vergleichbar. Die weltweite Vernetzung von Spielern, die individuelle Ansprache persönlicher Interessen und Wünsche und immer ausgefeiltere Marktingtechniken ziehen junge Menschen immer stärker in den digitalen Bann der Online-Welten. Vieles ist dabei noch unreguliert und verändert sich schnell. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Dabei geht es nicht um eine generelle Kritik am Medium "Games". In den 70er Jahren regte sich die Öffentlichkeit auf, weil "blutrünstige" Comics die Jugend gefährdeten. In den 80er Jahren wurden Horrorfilme, die sich Jugendliche aus "sogenannten Videotheken" liehen, als große Gefahr für Kinder und Gesellschaft ausgemacht. In den 90er Jahren wurde das Kino verteufelt. Heute sind Videospiele an der Reihe.
Da die Freizeitgestaltung der Jugendlichen immer stärker an ihre jeweiligen Bedürfnisse angepasst wird und so zahlreiche Belohnungen ermöglicht, wird das reale Leben mit seinen Misserfolgen und Pflichten immer unattraktiver. Wie können Eltern mit diesen Herausforderungen umgehen? Was ist bei der Erziehung der Kinder zu berücksichtigen?
Drinnen oder draußen spielen - Wieso es darauf nicht ankommt
Dauer: 40 Minuten
Heutige Kinder spielen zu wenig draußen, heißt es immer wieder. Ein aktueller Überblick über die Vor- und Nachteile heutiger Freizeitaktivitäten hilft dabei,
häusliche Spannungen in Bezug auf die kindliche Freizeitplanung zu entschärfen und bestehende Vorurteile aufzulösen.
In beiliegendem Dokument finden Sie Links und Hilfsangebote zum Thema Medienkompetenz und Sicherheit im Internet. Die Inhalte sind alphabetisch nach Themen wie Cybermobbing, Datenschutz oder Sexting sortiert.
